Zirfeld

Eigentlich selbstverständlich

Posted in 1 by zirfeld on Mai 8, 2009

Eigentlich selbstverständlich, aus diesem Munde für mich trotzdem überraschend:

Merckle: Ich habe mich über die Jahre immer öfter gefragt, wem er eigentlich was damit beweisen wollte, dass er immer noch eine Firma übernahm ohne erkennbares Ziel. Wenn ein Unternehmer und seine Unternehmen ihren Kern aus den Augen verlieren, die Identität, verlieren beide ihren Sinn.

SPIEGEL: So was klang für Ihren Vater sicher viel zu esoterisch.

Merckle: Wie sonst definiert sich eine Firma? Sie ist ein Kreislauf aus Entwicklung, Produktion und Verkauf eines Produkts. Firmenkonstruktionen und juristische Spitzfindigkeiten dürfen doch nicht die Inhalte überlagern. Für mich ist übrigens erstaunlich, wie viele Leute auch in Deutschland der Illusion anhängen: Wenn etwas groß ist, muss es auch gut sein. Eigentlich erschreckend, wie wenige das hinterfragen. Auch bei uns zu Hause wurde das einfach stillschweigend so gelebt.

Hier das ganze Interview mit Philipp Daniel Merckle, Sohn des Industriellen Adolf Merckle, der sich im Januar das Leben nahm (Spiegel Online).

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